Pflegefachfrau/Pflegefachmann

Pflegefachfrau/ Pflegefachmann

Wann geht es los?

Wir starten immer zum 01. April und 01. Oktober eines jeden Jahres.

Worum geht es in der Ausbildung?

Die Pflegefachfrau/der Pflegefachmann ist ein neuer Ausbildungsberuf, der seit Januar 2020 die Ausbildungen zum Gesundheits- und Krankenpfleger, zum Altenpfleger und zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger bündelt. Diese Ausbildungen kann man nun nicht mehr beginnen. Die neue Ausbildung ist generalistisch. Bedeutet: Die Auszubildenden lernen alle Pflegebereiche kennen.

Die Ausbildung zum Pflegefachmann oder zur Pflegefachfrau ist sehr facettenreich und auf verschiedene Menschengruppen ausgerichtet. Wer sie absolviert, entwickelt sich zu einem echten Allroundtalent in der Pflegebranche.

Sie qualifiziert dich für die die berufliche Pflege von Säuglingen, Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und betagte Menschen. Das führt zu mehr beruflicher Flexibilität in den verschiedenen Arbeitsbereichen und macht den Pflegeberuf attraktiver.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung zum Pflegefachmann dauert drei Jahre – das sind über 2.100 Unterrichtsstunden und mehr als 2.500 Stunden während der praktischen Ausbildungszeit.

Wie funktioniert die theoretische Ausbildung?

Die theoretische Ausbildung findet in unserem Schulzentrum im Blocksystem – die Unterrichtszeiten sind i.d.R. immer von 8:15 Uhr – 15:30 Uhr. Um die Mittagszeit hast du eine Mittagspause.

Die Unterrichtsblöcke sind unterschiedlich lang und wechseln sich mit praktischen Phasen innerhalb der 3-jährigen Ausbildungszeit ab.

In deiner Klasse werden max. 25 Mitschüler sein – Sie alle haben unterschiedliche Arbeitgeber – das sorgt für Vielfalt und einen guten Austausch.

Der Unterricht findet in Modulen und nach Lernbereichen statt – Fächer werden nicht mehr getrennt voneinander unterrichtet. Es geht um typische Pflegesituationen, die dir im Rahmen deiner praktischen Ausbildung begegnen – diese schauen wir uns genauer an und erarbeiten gemeinsam, welches Wissen es braucht, um pflegebedürftige Menschen professionell pflege zu können.

Endet ein Unterrichtsblock, schließt sich in der Regel ein praktischer Einsatz an, indem du Gelerntes im besten Falle direkt anwenden und vertiefen kannst. Auch in dieser Zeit sind wir an Deiner Seite und besuchen Dich in Deinem Praxiseinsatz. Wir nennen diese Gespräche Praxisbegleitung.

Wie sieht es mit Prüfungen aus?

Du erhältst für jedes Ausbildungsjahr ein Jahreszeugnis von der Pflegeschule über die im Unterricht und in der praktischen Ausbildung erbrachten Leistungen. Für jeden dieser beiden Bereiche wird eine Note gebildet. Bei der Notenfindung für die praktische Ausbildung wirkt der Träger der praktischen Ausbildung mit.

In die Note für die praktische Ausbildung fließen auch die qualifizierten Leistungseinschätzungen ein, die jede Einrichtung, die an deiner Ausbildung beteiligt ist, über den bei ihr durchgeführten praktischen Einsätzen. Diese Leistungseinschätzung wird dir bekannt gemacht und erläutert, wenn du deinen Einsatz beendest.

Nach zwei Dritteln der Ausbildung wird eine sogenannte „Zwischenprüfung“ als Kenntnisprüfung durchgeführt. Läuft es nicht ganz so rund, dann überlegen wir gemeinsam, wie wir dir beim Lernen helfen können, damit du deinen Ausbildungsabschluss schaffst.

 

Die staatliche Abschlussprüfung umfasst jeweils einen schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil. Den schriftlichen und mündlichen Teil der Prüfung legst du unserer Pflegeschule ab. Die schriftliche Prüfung besteht aus drei zweistündigen Klausuren an aufeinanderfolgenden Tagen. Der mündliche Teil der Prüfung dauert zwischen 30 und 45 Minuten nach einer angemessenen Vorbereitungszeit.

Deine praktische Prüfung wird in der Regel in der Einrichtung deines Arbeitgebers abgelegt – dort, wo der Vertiefungseinsatz durchgeführt wurde.

Solltest Du die Prüfungen beim ersten Anlauf nicht schaffen, dann kannst du einzelne Prüfungsteile einmalig nachholen. Im Abschlusszeugnis werden die Noten für den schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil der Prüfung sowie eine daraus errechnete Gesamtnote ausgewiesen.

 

Was ist sonst noch wichtig?

Darüber hinaus ist es wichtig, dass es Dir gesundheitlich gut geht und Du ausreichende deutsche Sprachkenntnisse mitbringst. Das ist wirklich wichtig, weil in diesem Beruf die Kommunikation mit Arbeitskollegen, Patienten, Bewohner, Eltern und Kunden eine zentrale Aufgabe ist.

Wenn Du die Möglichkeit hast, dann starte vor der Ausbildung mit einem Praktikum oder bewerbe dich für ein FSJ. So kannst Du für Dich schon mal klären, ob der Beruf Dir Spaß macht.

Und zum guten Schluss...

20 Gründe für eine Ausbildung in der Pflege

Informationsvideos: Pflegeausbildung

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