Die neue Pflegeausbildung

Die neue Pflegeausbildung

 

Auf ein Wort: "Generalistische Pflegeausbildung"?

Der gesellschaftliche Wandel hat auch Auswirkungen auf das Gesundheitswesen. Die Menschen werden immer älter, dadurch hat sich der Pflegebedarf verändert. Somit stehen auch Pflegefachkräfte vor neuen Herausforderungen. Eine Reform des Pflegeberufes soll sich genau diesen neuen Aufgaben stellen.

In der Vergangenheit überschnitten sich bereits Berufe: Pflegefachkräfte in Krankenhäusern betreuten Demenzkranke, auf der anderen Seite übernahmen Pflegefachkräfte in Altenheimen auch Aufgaben, die Wissen aus dem Bereich der Krankenpflege benötigen. Auch die Kinderkrankenpflege mit all ihren Besonderheiten soll zukünftig profitieren.

Das neue Berufsbild „Pflegefachfrau/ Pflegefachmann“ löst die Berufe der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege ab. Die neue Ausbildung qualifiziert für die Pflege von Menschen aller Altersgruppen, vom Säugling bis zum Senior. Nach der Ausbildung kannst du in den unterschiedlichsten Bereichen im Gesundheitswesen arbeiten, entweder im Krankenhaus (wenn du diesen Vertiefungsbereich gewählt hast), in der Kinderklinik, in einem Seniorenheim, in einem ambulanten Pflegedienst u.v.w.

Pflegefachfrauen und -männer arbeiten für und mit Menschen. Sie übernehmen die Verantwortung für den gesamten Pflegeprozess und wirken bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mit. Flexibilität, lösungsorientiertes Arbeiten und Freude an stetiger Weiterentwicklung, das solltest du mitbringen. Nach deiner generalistischen Ausbildung hast du die Möglichkeit dich in vielen verschiedenen Bereichen weiter zu spezialisieren (bspw. durch Fort- und Weiterbildungen oder ein Studium). Aber ein Studium geht bereits während der Ausbildung. Wenn du hierzu mehr erfahren möchtest, dann klicke hier.

Warum sollte ich mich für diese Ausbildung entscheiden und welche Vorteile habe ich durch die generalistische Ausbildung?

Durch die Generalistik findet eine Angleichung der Pflegeausbildung an europäische Strukturen statt. Wenn du dich für die neue Pflegeausbildung entscheidest, qualifiziert dich dein Abschluss innerhalb der ganzen EU zu arbeiten. Damit kannst du auch in anderen europäischen Ländern ohne erneute Prüfung als Pflegefachkraft arbeiten.

Deine Ausbildung zur/ zum Pflegefachfrau/ Pflegefachmann eröffnet dir ein breites Spektrum an Aufstiegsmöglichkeiten und Karrierewegen. Sprich dies gerne in deinem Vorstellungsgespräch an, damit du weißt wo deine „berufliche Reise“ dich hinführen kann.

Welche Zugangsvoraussetzungen benötige ich für meine Pflegeausbildung?

Du verfügst über einen mittleren Schulabschluss oder eine erfolgreich abgeschlossene zehnjährige, allgemeine Schulbildung? Super, dann steht deiner Bewerbung nichts im Wege.

Alternativ startest du mit deiner Ausbildung auch bei uns, wenn du einen Hauptschulabschluss erworben hast. Dabei ist zusätzlich wichtig, dass du eine mindestens einjährige Assistenz- oder Helferausbildung in der Pflege nach deinem Schulabschluss absolviert hast bzw. eine mindestens zweijährige Berufsausbildung aufweisen kannst.

Wie sieht meine Ausbildung konkret aus?

Zunächst wirst du dir deinen Ausbildungsbetrieb aussuchen. Dieser könnten die Städtischen Kliniken Mönchengladbach GmbH, die Johanniter GmbH Ev. Krankenhaus Bethesda Mönchengladbach, die Sozialholding der Stadt Mönchengladbach GmbH oder ein ambulanter Pflegedienst – mit diesen und einigen anderen Ausbildungsbetrieben, haben wir einen Kooperationsvertrag abgeschlossen – damit sorgen wir mit unserem Netzwerk für eine gut durchdachte und koordinierte Pflegeausbildung.

Mit deinem Ausbildungsbetrieb schließt du deinen Ausbildungsvertrag ab. Entsprechend des Ausbildungsangebotes deines Betriebs, kannst du dich entscheiden, ob du einen sogenannten „Vertiefungseinsatz“ im Bereich der stationären Akutpflege (Erwachsenenstation), in der stationären Langzeitpflege (Senioreneinrichtung) oder im Bereich der Pädiatrie (Kinderstationen) absolvieren möchtest.

Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Im Vorstellungsgespräch wird dir diese Möglichkeit noch einmal ganz genau erklärt.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Deine Ausbildung dauert insgesamt 3 Jahre, mit abwechselnden Theorie- und Praxisphasen. Der Blockunterricht findet in unserem modernen Schulzentrum (SGN) statt. Klicke hier um einen ersten Eindruck zu erhalten.

Welche Lernorte begegnen mir während meiner Ausbildung?

Deine Ausbildung startet mit einem Einführungsblock in unserem Schulzentrum. Hier kannst du deine Pflegeschule und die anderen Auszubildenden kennen lernen. Bei uns findet theoretischer Unterricht in Klassenräumen und fachpraktischer Unterricht in sogenannten Demo-Räumen statt.

Deine Ausbildung startet zunächst mit einem „Einführungsblock“, der dir eine erste Orientierung und das Ankommen erleichtern soll.

Unser Ziel ist es, dich ich auf deine berufliche Rolle als Pflegefachperson vorzubereiten und alle erforderlichen theoretischen Fachkenntnisse und deren abgeleiteten fachpraktischen Fertigkeiten zu vermitteln. So wirst du nach deiner Ausbildungszeit in den verschiedenen Gesundheitsbereichen eigenständige und professionelle Pflege durchführen können.

Der Wechsel zwischen Unterricht und praktischer Ausbildung wird dich während deiner Ausbildung begleiten. Eine für dich erstellte Einsatzplanung dient als Vorschau und Übersicht deiner Pflichteinsätze.

Diese können beispielsweise in einem Krankenhaus, Seniorenheim, ambulantem Pflegedienst, in einer Kinderklinik oder in einer psychiatrischen Versorgungseinrichtung stattfinden.

Wie sehen meine Arbeitszeiten aus?

In deinem Ausbildungsvertrag sind deine Ausbildungs- und Arbeitszeiten verankert. In der Regel beträgt deine wöchentliche Arbeitszeit i.d.R. 38,5 Stunden (je nach Ausbildungsbetrieb) und alle 14 Tage gehört ein Wochenenddienst dazu. Während deiner praktischen Ausbildung arbeitest du im Frühdienst oder Spätdienst. Nachtdienste wirst du in der zweiten Hälfte der Ausbildungszeit kennenlernen.

Deine Unterrichtszeiten in der SGN während deines Schulblocks sind täglich von 8.15 Uhr bis 15.30 Uhr – die Wochenenden sind in der Zeit des theoretischen Unterrichts frei.

Welche Prüfungen werde ich ablegen?

Während deiner Ausbildung hast du immer wieder die Möglichkeit, deinen Lernerfolg zu überprüfen. Sogenannte Modulabschlussprüfungen helfen dir dabei, dich schrittweise mit den Lerninhalten auseinander zu setzen. Hier bietet dir der Wechsel zwischen mündlichen und praktischen Prüfungsformen sowie Rollenspielen einen Ausblick auf die Zwischenprüfung. Diese dienen dir und uns nach den ersten zwei Ausbildungsjahren als Wegweiser und zeigen auf, inwieweit wir dir individuelle Förderung anbieten können. Du beendest deine Ausbildung nach einem weiteren Jahr mit der Abschlussprüfung - dem Staatsexamen. Dabei kannst du dein theoretisches Wissen mündlich und schriftlich bei uns unter Beweis stellen. Deine praktische Prüfung findet dann wieder in deinem Ausbildungsbetrieb statt.

Wer begleitet mich auf meinem Weg durch die praktische Ausbildung?

Für deine Anliegen rund um die praktische Ausbildung stehen dir spezielle Praxisanleiterinnen/ Praxisanleiter in den allen Ausbildungseinrichtungen zur Verfügung. Sie führen dich gezielt an die vielfältigen und abwechslungsreichen Aufgaben heran.

Praxisanleitung ist während deiner praktischen Ausbildung ein zentrales Element der Pflegeausbildung. Sie wurde mit dem Pflegeberufegesetz neu geregelt: Mindestens zehn Prozent deiner praktischen Ausbildungszeit (2.500 Stunden) sind auf die geplante Praxisanleitung zu verwenden.

Während deiner praktischen Einsätze besuchen dich auch die Lehrkräfte des SGN– das nennt man Praxisbegleitung und dient der Vernetzung von theoretischem und praktischem Wissen. Vor allem, aber, wollen wir wissen, wie es dir geht! Gemeinsam mit deiner Praxisanleiterin/deinem Praxisanleiter stehen wir dir während deiner praktischen Ausbildungszeit beratend zur Seite.

Wieviel Geld werde ich während meiner Ausbildung verdienen?

Während deiner gesamten Ausbildungsdauer hast du Anspruch auf eine angemessene Ausbildungsvergütung. In deinem Ausbildungsvertrag werden die jeweilige Höhe und Zahlung deiner Vergütung festgehalten.

Die Vergütung kann in den jeweiligen Ausbildungseinrichtungen variieren. Damit Du aber eine Orientierung hast, hier die aktuelle Vergütung des TVÖD (Stand 01.04.2022). Bitte scheue dich nicht, im Vorstellungsgespräch nach deiner Vergütung zu fragen.

1. Ausbildungsjahr 1.190,69 EUR
2. Ausbildungsjahr 1.252,07 EUR
3. Ausbildungsjahr 1.353,38 EUR

Wo kann ich nach meiner Ausbildung arbeiten?

Wenn du dich für einen generalistischen Abschluss entschieden hast, qualifiziert dich deine Ausbildung für alle Versorgungsbereiche der Pflege – auch innerhalb der EU. Du entscheidest also, ob du z.B. in einem Krankenhaus, in einer ambulanten oder stationären Wohneinrichtung für alte Menschen oder in einer Einrichtung für Kinder und Jugendliche arbeiten möchtest.

Welche Karrierewege stehen mir mit meiner Ausbildung zur Verfügung?

Herzlichen Glückwunsch, du hast deine Ausbildung erfolgreich absolviert? Dann stehen dir alle Türen offen, um deine persönliche Entwicklung voran zu treiben. Du hast eine Reihe von Möglichkeiten, was deinen Arbeitsort betrifft. So kannst du sowohl in Kliniken, Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten, aber auch in Altenwohnheimen, Wohnheimen für Menschen mit Behinderung oder in Arztpraxen arbeiten. Pflegekräfte werden überall dringend gebraucht!

Über Fort- und Weiterbildungen kannst du deine beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten erweitern. Dadurch eröffnen sich für dich neue Perspektiven und können deinen beruflichen Aufstieg begünstigen. Vielleicht bist du interessiert an der Intensivpflege, OP-Pflege oder möchtest selbst einmal als Praxisanleiter mit neuen Auszubildenden zusammenarbeiten? Du möchtest einen Wohnbereich leiten? Ganz egal wofür du dich entscheidest, du hast die Wahl!

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